Freiheit, Freizeit, Lebensfreude – Warum Velo-Pendler glücklicher sind

Sie sind überall! Auf den breiten Straßen der großen Metropolen genauso wie zwischen den Feldern und Wiesen beschaulicher Gemeinden in ganz Deutschland. Die Rede ist von Menschen, die jeden Tag zur Arbeit radeln, egal ob bei Schneestürmen, Regenschauern oder wüstengleichen Temperaturen. Warum sind diese Leute so begeistert von ihrer Art zu pendeln und sind die medialen Lobeshymnen auf den neuen großen Trend Velo-Pendeln auch berechtigt?

 

Die Wissenschaft sagt: Ja, und wie!

Denn wer es schafft, seinem motorbetriebenen Geldfresser Lebewohl zu sagen und auf Dauer dem Drahtesel treu bleibt, kann sich schonmal auf eine wesentlich lebenswertere Zukunft freuen*. Denn zuerst spart man eine Menge bares Geld. Die jährlichen Kosten für ein Auto belaufen sich nämlich schätzungsweise auf irrsinnige 9.000 €*, das Fahrrad belastet die Haushaltskasse mit stolzen 250 €* – Das macht also 8.750 € Differenz. Pro Jahr! Selbstverständlich muss die Kohle gleich wieder auf den Kopf gehauen werden, Sparen lohnt ja eh nicht mehr (Stichwort Nullzinspolitik) und das Leben ist ohnehin hart und viel zu kurz. Aber nicht für Radpendler – denn diese erkranken, laut verlässlichen Studien, nur halb sooft an Krebs und Störungen des Kreislaufsystems, sind auch auf Arbeit wesentlich entspannter und schaffen es schneller am Abend abzuschalten.

 

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Mutti Erde liebt Velo-Pendler

Feinstaub, Stickoxide, Rußpartikel…Sie befeuern den Klimawandel, dank Ihnen sterben jedes Jahr doppelt soviel Menschen als durch Autounfälle und dennoch schleudern wir immer mehr von diesen kleinen Teufeln in die Umwelt. Doch mit dem wachsenden Erfolg von E-Bike, Lastenrad, Pedelec und Co. gehören Dinge wie Dieselskandal, Lärmbelästigung, Umweltplakette oder KFZ-Steuer bald der Vergangenheit an. Mit dem Rad ist man halt ein waschechter Umweltengel.

 

Wingman Rucksack in New York

 

Rush-Hour? Kenn ich nicht mehr!

Radler sind schneller – Der Verkehr in vielen deutschen Metropolen nimmt zu und wird daher auch immer langsamer, durchschnittlich bewegen sich Autofahrer zu den Hauptverkehrszeiten mit weniger als 12 km/h vorwärts. Über solche Werte können Velo-Pendler nur laut lachen. Und das zurecht, denn dank immer besser ausgebauter Radverkehrswege lassen sich Zeitfresser wie Ampeln, Stop-and-Go-Orgien und Staus spielend leicht umgehen. Das sorgt für gute Laune und spart vor allem kostbare Freizeit.

 

Die Moral von der Geschicht? Begriffe wie Tankstellen, Stau und Frust kennen Velo-Pendler nicht!

Eine Frage wird sehr gern und sehr oft gestellt: Wenn Radpendeln doch so toll ist, warum fahren dann eigentlich nicht schon längst alle mit dem Fahrrad? Doch genau das passiert in vielen Städten bereits seit Jahren mit Erfolg, etwa in Kopenhagen, Amsterdam oder Sevilla – Dort nutzen teilweise bis zu 60% der Verkehrsteilnehmer das Rad als Hauptverkehrsmittel. Nun ist für den gemeinen Deutschen die Brückentechnologie PKW leider noch immer ein Statussymbol und aus dem Alltag nur schwer wegzudenken. Zum Glück ändert sich diese Denkweise bei vielen Menschen. Und auch unsere sehr autofreundliche Politik kann sich dem Trend zu umweltfreundlichen Verkehrsalternativen endlich nicht mehr entziehen. Also stehen rosige Zeiten für jene bevor, die sie auch verdienen: Städte, Bewohner und Umwelt.

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